Historisches
Der wuchtige, markante und 415 Meter hohe Tafelberg inmitten der großen Elbschleife fand schon seit je her die Beachtung der Menschen. So sind Spuren von Jägern aus der Jungsteinzeit nachgewiesen und Scherben aus der Jüngeren Bronzezeit sowie der Frühen Eisenzeit gefunden worden. Die erste urkundliche Erwähnung als „Ylgenstein“ erfolgte 1379. In dieser Zeit stand auf dessen Plateau eine Böhmische Burg, die aufgrund der strategischen Lage des Liliensteines zur Grenzsicherung und als Geleitburg für die Elbeschifffahrt gedient haben dürfte. Auch unter den späteren Landeigentümern, den Markgrafen von Meißen, blieb auf dem Tafelberg eine Wachmannschaft stationiert.
Der als Landmarke dienende Lilienstein war wiederholt Schauplatz historischer Begebenheiten. 1708 ließ der sächsische König August der Starke den südseitigen Aufstieg ausbauen und stieg selbst hinauf, um eine Wiederbefestigung zu prüfen. Im Norden des Liliensteines kapitulierten 1756 sächsische Truppen im Konflikt mit Preußen. Rund um den Tafelberg wurden im Sommer 1813 nach Plänen von Napoleon I. Stellungen mit Barackenlagern und Schanzen für die französischen Truppen angelegt. Im Krieg zwischen Preußen und Österreich wurde im Jahr 1866 das Plateau des Liliensteines aus strategischen Gründen von sächsischen Soldaten abgeholzt.
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